20.04.2009 - Stöckel profitiert vom Fenstertausch

Gute Auftragslage beim Unternehmen aus Vechtel

Bild: Reiner Stöckel

Viele Unternehmen spüren die Finanz- und Wirtschaftskrise hautnah- Konjunkturpakete hin, Konjunkturpakete her. Aber nicht alle haben Grund zur Klage. „Unsere Auftragslage ist gut, wir profitieren vom Fensteraustausch“, sagt der Geschäftsführer Reiner Stöckel vom gleichnamigen Fensterbauer aus Vechtel in einem Gespräch.

Sie haben gerade fast eine Million Euro für ein neues CNC- Bearbeitungszentrum ausgegeben. Eine Menge Geld in Zeiten, wo viele keines mehr haben.
Bei der Investition ist es uns vor allem darum gegangen, noch flexibler und noch kundenorientierter zu werden- vor allem mit Blick auf die energetische Sanierung von Wohnraum. Das ist unser Thema. Hier können wir erstklassige Produkte für alle Hausbesitzer anbieten.

Eigentlich heißt es doch, dass Stöckel nur Großaufträge macht.
Stimmt. Das denken viele Leute. Es ist aber nicht so. Wir machen sehr viele kleinere, individuelle Aufträge- zum Beispiel für Altbauten. Die erhalten wir direkt von Privatkunden oder über unsere Händler in ganz Deutschland. Oft sind das nur drei oder vier Fenster. Gerade deshalb brauchen wir ja das CNC- Bearbeitungszentrum. Da können wir auf alle Wünsche und Anforderungen optimal reagieren.

Zu den Konjunkturpaketen. Profitieren Sie davon?
Nicht wirklich. Da wir uns relativ selten an öffentlichen Ausschreibungen beteiligen- wir wollen einfach nicht zu Lasten unserer Qualität  beim gegenseitigen Unterbieten der Preise mitmachen- können wir hier auch nicht im großen Stil profitieren. Allerdings nimmt das Konjunkturpaket ein wenig den Druck vom Markt. In unserem Segment werden sich jetzt wohl weniger Mitbewerber tummeln, da die sich verstärkt auf öffentliche Aufträge stürzen. Wir selbst waren nie ganz preiswert. Das werden wir auch in Zukunft sicher nicht sein. Teuer sind wir aber auch nicht. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.

Sie profitieren also ganz allgemein von den Energiepreisentwicklungen?
So ist es. Wir merken deutlich, dass sich die Bürger wesentlich mehr Gedanken machen. Das ist natürlich gut für uns. Die Leute wissen jetzt eben, dass eine neue, effiziente Heizung allein nicht reicht, wenn die Fenster undicht sind und das Ersparte nach draußen geheizt wird.
Auch besinnen sich die Leute in der Finanzkriese wieder auf die Wertsteigerung ihres Hauses. Verkaufen lassen sich Immobilien nur noch gut, wenn sie den energetischen Ansprüchen genügen. Insofern lohnt sich eine kluge Investition in Fenster, Dach, Heizung und Boden, zumal es auch staatliche Zuschüsse gibt. Das denken inzwischen viele, wie unsere Auftragseingänge zeigen.